Ravensburg, 17 marzo 1997

Presentiamo di seguito i brani proposti agli amici in Germania; sono stati letti in forma solenne, a più voci. In forma linguistica semplificata abbiamo voluto trasmettere, attraverso essi, alcune idee.

Il canto è un mezzo espressivo universale. Nei testi delle canzoni noi possiamo ritrovare la nostra storia, la storia come è stata vissuta da uomini e donne come noi.

Per capire meglio il nostro presente ed essere pronti ad affrontare il nostro futuro dobbiamo avere un orecchio e un occhio attenti alle tracce più autentiche del nostro passato.

Per capire la parola pace dobbiamo capire che cos'è stata la guerra.

Per capire che cosa è libertà dobbiamo capire il tempo in cui non c'era.

Per capire il nostro mondo industriale avanzato, sempre più complesso, dobbiamo capire come lavoravano i nostri bisnonni, i nostri nonni.

Questo abbiamo cercato e trovato nelle canzoni italiane e tedesche.

Ascolterete alcuni esempi di canzoni, sia italiane che tedesche, che raccontano la vita del lavoro, duro, faticoso, pieno di rischi, del passato; di canzoni che cantano lo strazio della guerra; di canzoni che raccontano la speranza di un mondo migliore, fatto di giustizia e di libertà.

 

In allen Ländern der Welt und in allen Zeiten wurde und wird gesungen.

In allen Liedern können wir immer unsere Geschichte entdecken:

die Geschichte von Männern und Frauen wie wir.

 Um unsere Zeit besser zu verstehen,

um bereit zu sein, unserer Zukunft entgegenzukommen,

müssen wir ein Ohr und ein Auge für die Spuren unserer Vergangenheit haben

 Um das Wort "Frieden" zu verstehen,

müssen wir verstehen, was der Krieg gewesen ist

 Um zu verstehen, was die Freiheit ist

müssen wir die Zeit verstehen,

in der es keine Freiheit gab.

 Um unsere komplizierte Industrie- und Computerwelt zu verstehen,

müssen wir verstehen, wie unsere Ur- und Großeltern gearbeitet haben.

 Das alles haben wir in deutschen und italienischen Liedern gesucht und

gefunden:

Ihr hört jetzt die Texte einiger Lieder, die die harte und gefährliche Arbeit der Vergangenheit beschreiben.

Glück Auf! Glück Auf!

(aufgezeichnet, 1730)

Glück auf! Glück auf!
Der Steiger kommt,
und er hat sein helles
Licht bei der Nacht
schon angezündet.
Ins Bergwerk ein,
wo Bergleut sein,
und so hauen wir
das Silber und das Gold
bei der Nacht
aus Felsgestein.

Bella ciao

(vor 1930)

Alla mattina, appena alzata
o bella ciao, bella ciao, bella ciao
Alla mattina appena alzata,
in risaia mi tocca andar
E tra gli insetti e le zanzare
o bella ciao, bella ciao, bella ciao
e tra gli insetti e le zanzare
duro lavoro mi tocca far

Und jetzt zwei Lieder, die von der Trauer des Krieges sprechen

Ich hatte einen Kameraden,

(Ludwig Uhland 1809)

Ich hatte einen Kameraden,
einen besseren findst du nicht.
Die Trommel schlug zum Streite,
er ging an meiner Seite
im gleichen Schritt und Tritt.
Eine Kugel kam geflogen,
gilt sie mir oder gilt sie dir?
Ihn hat sie weggerissen,
er liegt zu meinen Füßen,
als wär’s ein Stück von mir.

Tapum

(1. Weltkrieg)

Ho lasciato la mamma mia
l’ho lasciata per fare il soldà
Tapum, tapum, tapum...
Nella valle c’è un cimitero
cimitero di noi soldà
Tapum, tapum, tapum...

Schließlich drei Lieder, in denen man auf eine bessere Welt hofft, eine Welt, in der es nur Recht, Freiheit und Bruderschaft gibt.

Die Gedanken sind frei.

(vor 1800)

Die Gedanken sind frei.
Wer kann sie erraten?
Sie fliehen vorbei wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschiessen
mit Pulver und Blei:
die Gedanken sind frei

Dimmi bel giovine

(vor 1870)

Dimmi bel giovane onesto e biondo
dimmi la patria tua qual è.
tua qual è
Adoro il popolo, la mia patria è il mondo
il pensiero libero è la mia fe’
La casa è di chi l’abita, è un vile chi lo ignora
Il tempo è dei filosofi, la terra di chi la lavora

 Noch heute, finden wir in unseren Liedern dieselben Hoffnungen

Imagine

(John Lennon)

Imagine there‘s no Heaven, it’s easy if you try
no hell below us, above us only sky
Imagine all the people living for today
Imagine ther’s no countries it isn’t hard to do
nothing to kill or die for and no religion too
Imagine all the people living life in peace
You may say I'm a dreamer but I’m not the only one

Was suchen wir jetzt noch?

Lieder, die die Arbeit auf den Feldern beschreiben, und Erntelieder.

Lieder, die vom harten Leben in Kriegszeiten sprechen

Lieder, die die Freiheit und die Solidarität besingen.

Wir arbeiten weiter!